Seltenes Berlin-Gastspiel | 31.08.25

1982 trat Folkländer, eine der wichtigsten DDR-Folkbands, in Berlin beim Festival des politischen Liedes auf, u.a. in der Volksbühne. Nun, 43 Jahre später, tat es die Leipziger Band erneut, anderswo in der Stadt, in veränderter Besetzung, mit aktuellem Programm. Zu erleben war das am 30. August im Lutherhaus Berlin-Pankow. Hier einige Bilder von jetzt und von damals.

Folkländer 2025 in Berlin

Folkländer 2025 in Berlin: Heidi Eichenberg, Dirk Wasmund, Jürgen B. Wolff, Jindra Lattke, Manfred Wagenbreth, Gabi Lattke - von links (Foto: Stefan Paubel)

Im denkmalgeschützten Lutherhaus in Berlin-Pankow, errichtet 1930 von Rudolf Klante im Stil des Expressionismus, wird nicht nur Gottesdienst gefeiert, hier probt auch ein Musikschulorchester (Foto: Stefan Paubel).
Saal im Lutherhaus Pankow (Foto: Sören Marotz)
Rund 150 Besucher waren am 30. August zum Folkländer-Konzert ins Lutherhaus Pankow gekommen und forderten fünf Zugaben von der Band (Foto: Sören Marotz).
Gast im Konzert: Schottenschulle aus Berlin, seit 1976 eng mit Folkländer verbunden. Er hatte es nicht weit, denn er lebt in einer der Wohnungen im Lutherhaus (Foto: Stefan Paubel).

Folkländer 1982 in Berlin

Folkländer (DDR), Liederjan (BRD), Dick Gaughan und Hom Bru (GB/Schottland) im Februar 1982 beim Festival des politischen Liedes in der Berliner Volksbühne (Foto: Peter Uhlmann)
Artikel über Folkländer in der Festivalzeitung (Februar 1982)

Folkländer mit dem Renft-Song "Nach der Schlacht" (live 1982 beim Festival des politischen Liedes)

Mehr zum Festival des politischen Liedes

Flaggschiff der DDR-Folkszene

Die Gruppe Folkländer war eine der wichtigsten Bands des DDR-Folkrevivals. Gegründet im Januar 1976 in Leipzig, bestand sie bis 1982, danach mit wechselnden Namen und Besetzungen bis in die 2000er Jahre. Nach langer Pause entstanden 2021/22 im Windschatten von Corona die CDs „So viele Wege Vol. 1 und 2“, mit denen die Band seitdem hin und wieder tourt. Beim Rudolstadt-Festival 2023 wurde die Gruppe für ihr Lebenswerk mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet. Die erste der beiden CDs erhielt 2021 in der Sparte „Liedermacher“ den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. In der Jury-Begründung heißt es:

Spezialität der Formation ist seit jeher, traditionelles und eigenes Material taufrisch zu präsentieren. Aus der Zusammenstellung der Lieder ergibt sich mancher Denkanstoß, alles ist angereichert mit Humor, Ironie und Satire. Die in Leipzig gegründete Band musiziert seit mehr als vier Jahrzehnten in unterschiedlichen Besetzungen, doch: »solang wir noch Folksongs spiel'n, solang sind wir jung«.

Im Januar 2026 begeht die Gruppe Folkländer ihr 50-jähriges Bestehen..

CD-Tipp Folkländer: „So viele Wege Vol. 1 | 21.08.21
Band-Porträt auf ostfolk.de
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