Folksession 1980 mit Musikern aus Berlin, Cottbus, Erfurt und Leipzig (Foto: Jürgen Hohmuth/zeitort)
Sonderausstellung in Leipzig ab 28. November
Ende 1976 entstand in der DDR eine eigenständige Folkszene. Die Gruppe Folkländer hatte damals ein knappes Dutzend Bands aus dem ganzen Land zu einem Werkstatt-Wochenende nach Leipzig eingeladen. PROFOLK, der Bundesverband für Lied, Folk und Weltmusik, organisiert zum Jubiläum eine Sonderausstellung.
Zu sehen ist sie vom 28. November 2026 bis zum 21. Juni 2027 im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Realisiert wird das Projekt von Dr. Ralf Gehler, Volkskundler und Folkmusikant aus Schwerin, gemeinsam mit Wolfgang Leyn, Journalist und Szenechronist aus Leipzig.

Musikinstrumente, Thementafeln, Hörstation
Gezeigt werden selbstgebaute Dudelsäcke und Drehleiern und weitere szenetypische Instrumente wie Konzertina, Bandonion oder Thüringer Waldzither, dazu selbstgestaltete Veranstaltungsplakate, Liederhefte und Fotos.
Thementafeln informieren über Festivals und Klubs, über den Folktanz-Boom in der DDR, über Folkies und Funktionäre. Eine Hörstation bringt die Musik von damals und heute zum Klingen. Es erscheint ein Begleitheft.

Thementag, Gesprächskonzerte, Workshop
Ein umfangreiches Rahmenprogramm bietet Ausstellungsführungen, Vorträge und Gesprächskonzerte. Eröffnet wird es durch einen Thementag am 29. November im soziokulturellen Zentrum naTo mit zwei Gesprächsrunden und zwei Konzerten.
Im Mittelpunkt von Vorträgen und Gesprächskonzerten im Musikinstrumentenmuseum stehen Dudelsack, Waldzither, Konzertina und Bandonion, Handwerksgesellenlieder, der Mitmach-Volkstanz, die Folk-Hauptstadt Leipzig. Angeboten wird ein Workshop zum Brummtopfbau.

Crowdfunding für die Ausstellung
Öffentliche Fördergelder für die Ausstellung waren leider nicht zu bekommen. So viel wie möglich wird daher durch ehrenamtliche Arbeit realisiert. Für die verbleibenden Kosten, etwa Musikergagen, Druck- und Transportkosten, gilt das Prinzip Selbermachen, in das heißt Eigenfinanzierung.
Am 1. Oktober startet ein Crowdfunding. Wir hoffen auf rege Beteiligung. Informationen dazu dann unter https://profolk.de/, und unter https://www.ostfolk.de/