Sommerzeit ist Lagerfeuerzeit und damit Gelegenheit zum gemeinsamen Singen. Ehe am Schluss alle auseinandergehen, könnten sie dieses Lied anstimmen. Es ist eines der bekanntesten deutschen Volkslieder, aber eigentlich ein Fake. Außer dem traditionellen Text hier auch ein neuer von Dieter Süverkrüp.
Seit 1986 wurde Leipzig jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende zum Mekka für (Volks-)tanzlustige aus der ganzen DDR. Nach 1990 nahm der Verein Tanzhaus*Folk e. V. die Tradition auf. Aus finanziellen und Raumgründen gab‘s diesmal nur ein eintägiges Mini-Tanzhausfest – doch mit attraktivem Programm.
Im Fokus ist die Folkszene zwischen Ostsee und Erzgebirge. Aktuelle Meldungen, Links zu über 180 Bands, Termine von Festivals, Tourneen, Workshops und Sessions. Dazu Lieder mit Noten, Geschichte und Hörbeispielen sowie ein Rückblick auf die DDR-Folkszene. Wie hat sich das Webmagazin entwickelt?
Für die einen ist es ein „tragbares Orchester“, für die anderen ein „Terrorgarant aus der Volksmusikhölle“. Wir fragten zehn Akkordeonistinnen und Akkordeonisten aus der Folkszene nach ihrer Beziehung zu jenem Instrument, das Deutschlands Landesmusikräte diesmal zum „Instrument des Jahres“ wählten.
Ziehharmonika, Quetschkommode, Zerrwanst, Schifferklavier, Handörgeli, Treckfiedel – das sind einige volkstümliche Bezeichnungen, die je nachdem abwertend oder liebevoll gemeint sind. Seit wann gibt es das Akkordeon? Wer hat es erfunden? Und wo überall wird es gespielt?
Das kleine, feine Festival auf der Oberburg Giebichenstein bietet Singer-Songwritern aus Deutschland und Brasilien eine Bühne, neben Indie-Rock, A-cappella-Gesang, Sinti-Swing, Bluegrass, Reggae, Irish Folk und finnischem Tango. Erstmals fand das Trotzburgfest 2020 nach dem Corona-Lockdown statt.
Beim begeisternden Festkonzert im ausverkauften Großen Saal des Gewandhauses musizierten Orchester, Jugendorchester und Ensemble des Netzwerks, dazu Gäste wie die Banda Comunale aus Dresden oder der Leipziger Synagogalchor. "Klänge der Hoffnung" enstand 2016 aus einem Projekt geflüchteter Musiker.
Dort lagern 100.000 Tonträger und Filme, 60.000 Bücher und Zeitschriften, Fotografien, Programmhefte, Konzertplakate, dazu Musikinstrumente, Radiomanuskripte und Briefe. Zum Sammelgebiet gehört außer Jazz das ganze Spektrum der populären Musik. Richard Limbert über Schätze und Probleme des Archivs.
Höhepunkt in Halle ist das 7. Trotzburgfest auf der Oberburg Giebichenstein. In Leipzig feiert das „Klänge der Hoffnung“-Orchester im Gewandhaus sein 10-jähriges Bestehen. Budde-Haus und Kulturbahnhof Leisnig laden zum Lagerfeuer-Singen. Und am längsten Tag des Jahres gibt’s die FÊTE DE LA MUSIQUE.
Einmal pro Woche, in der Regel am Dienstag, informiert er über die Termine von Folk-Konzerten, Workshops und Tanzveranstaltungen in ganz Thüringen und zum Teil auch in Westsachsen. Wer den Newsletter abonnieren oder auf diesem Weg eigene Termine weitergeben will, findet hier die Mail-Adresse dafür.
43 Termine umfasst der Festivalkalender (Stand: 28.05.26). Wer langfristig planen möchte, kann sich hier orientieren. Einige Festivals sind auch schnell ausverkauft. Los ging‘s im Januar mit "Folk im Fluss". Höhepunkt ist im Juli das Rudolstadt-Festival. Das Jahr klingt aus mit "Silvesterfolk".
Sie sind jung und spielen deutsche Volksmusik: Instrumentales, bei dem sich schon Bach und Beethoven bedienten, und Lieder über das Leben. Babette Michel stellt das Jugendfolkorchester vor. 2026 tritt es zum dritten Mal beim Rudolstadt-Festival auf. Die Sendung ist verfügbar bis 26.03.2027.
Der Sänger, Musiker und Entertainer Michael Seidel (u.a. Arbeiterfolk und Polkaholix), lädt Freunde zum Gespräch an seinen Küchentisch. Die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer spielte fünf Jahre bei JAMS, schrieb Filmmusik für Andreas Dresen und tourt mit einem Mix aus Jazz und Weltmusik durch die Welt.
Jeden Tag sterben Menschen in kriegerischen Konflikten. In Nahost, in der Ukraine, in Afrika, in Asien. Die deutsche Folkszene war früher eng mit der Friedensbewegung verbunden. Daran sollte sie heute anknüpfen. Hier sind die Texte von Friedensliedern zum Runterladen, Ausdrucken – und Singen.
Kathryn Döhner spricht mit Peggy Luck, Musikerin, Künstlerin, Poetin und 1. Vorsitzende von PROFOLK e.V. Es geht um Wurzelarbeit, Folk, Heimat, deutsche Volkslieder, Musikunterricht, Spiritualität und die Frage, warum wir Tradition nicht dem rechten Rand überlassen dürfen.
2026 ist das Jahr der Jahrestage: 50 Jahre Folkländer (Leipzig), Brummtopf (Erfurt) und DDR-Folkszene. Seit 45 Jahren tanzt Gehupft wie gesprungen (Halle), spielt JAMS (Berlin), seit 25 Jahren Nobody knows (Tangermünde). 1986 hatte Leipzigs Tanzhausfest Premiere, 1991 das Tanz&FolkFest Rudolstadt.
In den öffentlich-rechtlichen Kulturprogrammen ist das Genre in den letzten Jahren immer mehr an den Rand gedrängt worden. Doch einige Sendungen haben überlebt, trotz Formatierung der Programme, Quotendenken und von der Politik verordneten Sparzwängen. Außerdem gibt es folkfreundliche Bürgerradios…
In der DDR stand das Lied seit den 50er Jahren in den Schulliederbüchern, in Westdeutschland ist es unbekannt. Angeblich stammt es aus Böhmen, doch Genaues weiß man nicht. Fest steht: Das tänzerisch beschwingte Lied über den Frühling und den Mai eignet sich hervorragend zum gemeinsamen Singen.
Ab 1976 war die Band eine der prägenden des DDR-Folk-Revivals und machte Erfurt zu einer Szene-Hochburg. Folkbands traten beim Krämerbrückenfest und bei Werkstätten in Erfurt auf. Brummtopf spielte zum Volkstanz. Ab 1985 wurde Bordunmusik wichtiger im Repertoire. 2011 starb Bandgründer Reiner Luber.
Die 1976 gegründete Band war eine prägende Gruppe des DDR-Folk-Revivals. Erfurt wurde durch sie zu einer Szene-Hochburg. Folkbands aus dem ganzen Land spielten beim Krämerbrückenfest und ab 1978 bei den von Brummtopf organisierten Festivals. Nach 1985 wurde Bordunmusik wichtiger im Repertoire.
Auf Einladung der Bürgerstiftungen von Leipzig und Halle sowie des Gohliser Schlösschens, des Kulturkinos Zwenkau, des Alten Kranwerks in Naunhof und des Kulturbahnhofs in Leisnig treffen sich Menschen regelmäßig zum gemeinsamen Singen. Hier stehen Ort und Zeit.
Session ist nicht gleichbedeutend mit Irish Folk. Außer der Musik von der "grünen Insel" gibt es noch mehr schöne, interessante, reizvolle Lieder und Intrumentalstücke. Wer traditionelle Musik aus heimischen oder anderen Quellen in geselliger Runde spielen möchte, findet vielleicht hier einen Tipp.
Was ist eigentlich Folk? Dasselbe wie Volksmusik? Im Interview mit der PROFOLK-Vorsitzenden geht es auch um Musikantenstadl, Schulunterricht, Bal folk und um die Abgrenzung gegen rechte Vereinnahmung. Die Fragen stellte Barbara Haack von „Politik & Kultur“, der Zeitung des Deutschen Kulturrates.
Hier kann man übers Jahr, auch außerhalb von Festivals, mit großer Wahrscheinlichkeit Folk und Weltmusik erleben – zum Zuhören oder auch zum Mittanzen. Ambiente und Häufigkeit der Veranstaltungen sind verschieden, aber überall stehen Menschen dahinter, die sich mit Herzblut für das Genre einsetzen.